Das Blockhaus – eine gute Tat für die Umwelt

In Finnland beträgt der Holzanteil im gesamten Bauwesen 40 %, aber die Belastung der Umwelt durch die Verwendung dieses Materials nur 5 %. Der Betonanteil im Bauwesen beträgt 43 %, die damit verbundene Umweltbelastung wurde jedoch auf 80 % eingestuft. In der Holzbauweise sind Blockbalken das, durch Untersuchungen bestätigte, ökologischste Baumaterial.
Die Wände eines Blockhauses bilden einen Kohlefilter, von dem Kohlendioxid, während der gesamten Lebensdauer des Hauses, gebunden wird. Erst kürzlich wurde von der finnischen Stiftung Warentest eine Untersuchung in Auftrag gegeben, die von dem SAFA (Architektenbund Finnlands) Architekten Matti Alasaari durchgeführt wurde. In ihr standen der Kohlenstoffgehalt in Betonelement-, Stein-, Holz-, und Blockwänden im Vergleich. Die Untersuchung berücksichtigte neben Fertigung, Transport und Errichtung auch die anfallende Wartung des Hauses in einer Zeit von 50 Jahren.
In den aus Blockbalken gefertigten Wänden eines mittelgroßen Einfamilienhauses werden ca. 24 t Kohlendioxid gespeichert. Die durch Fertigung und Errichtung verursachte Emission liegt bei etwa 2,5 t, also ungefähr ein Zehntel der in den Wänden gebundenen Menge. Gleichzeitig waren die Emissionen bei Beton- und Vollsteinwänden um ein Vielfaches höher, ohne, dass die Wände überhaupt Kohlendioxid gespeichert hätten. Blockbalken sind somit das einzige Baumaterial, dessen CO2 Bilanz eindeutig positiv ausfällt.
Die Blockbalkenproduktion weist einen sehr geringen Energieverbrauch auf – genauer gesagt fällt im Ikihirsi Werk Energie als Nebenprodukt ab, denn das bei der Herstellung der Balken entstehende Sägemehl wird sorgfältig zusammengetragen und zur Gewinnung reiner Neuenergie verwendet.
Ebenso ist Holz eine nachwachsende Ressource und in Finnland wird jährlich weniger Wald geschlagen als neuer wächst. Würde der gesamte Abholzungsüberschuss zum Bau von Blockhäusern verwendet, so genügte dieser für bis zu 70 000 Wände mittelgroßer Häuser, ohne dass der Baumbestand geschmälert würde.
– Das Bauen mit Blockbalken ist eine gute Tat für die Umwelt.
Das Bauen von Wänden verursacht die Freisetzung von Treibhausgasen. In den Mengen wurde der im Wandaufbau gebundene Kohlenstoff berücksichitgt. In der Wandstruktur eines Blockbalken- oder Holzgebäudes wird mehr Kohlenstoff gebunden, als bei deren Produktion freigesetzt wird.
Quellen: Alasaarela Matti, 2008 Hirsiseinän ympäristövaikutusten laskenta elinkaaritarkastelun avulla ja Saari Arto, 2001 Rakennusten ja rakennusosien ympäristöselosteet.









